Manometer

MR-20 100, MR-20 160, Rohrfedermnaometer Annschluss unten, Messing, Suchy Messtechnik, EN387-1

Manometer besitzen als Messglied eine Rohrfeder, die abhängig vom zu messenden Druckbereich in Kreis- oder Schraubenform hergestellt wird. Rohrfedern besitzen immer einen oval Querschnitt, dieser darf keine kreisrunde Form haben, sonst tritt der gewünschte Effekt nicht auf. Der Druckmessbereich wird bestimmt durch den Rohrquerschnitt, die Rohrwandstärke und die Geometrie des Querschnittes und das verwendete Material.

Wenn im Inneren der Rohrfeder der Druck größer wird als an der Außenseite, so ist das Material bestrebt den ovalen Querschnitt in Richtung kreisrunder Form zu ändern. Dabei biegt sich die Rohrfeder etwas auf und deren freies Ende führt eine lineare Bewegung aus. Je nach Rohrfeder und Messbereich liegt der sogenannt Federweg zwischen 2 und 6 mm. Dieser Federweg wird über die Zugstange an ein Zeigerwerk übertragen. Dieses wandelt die lineare Bewegung in eine Drehbewegung um und wird über den Ausschlag des Messgerätezeigers auf dem Zifferblatt zur Anzeige gebracht. Konstruktiv bedingt und auch gewünscht, wird immer der relative Überdruck im Inneren der Rohrfeder gegenüber dem außen anliegenden Druck gemessen. Somit ist dieses Messprinzip physikalisch betrachtet immer eine Differenzdruckmessung zwischen diesen beiden Drücken.

2. Technische Besonderheiten

Rohrfedern verwenden wir für die Anzeigebereiche liegen zwischen 0…0,6 und bis 4.000 bar. Für Druck bis 60 bar kommen Rohrfedern in Kreisform mit einem Winkel von ca. 245° zum Einsatz und darüber hinaus in Schraubenform, mit 2 ½ Windungen. In den unteren Anzeigebereichen haben unsere Rohrfedern ein olivenförmiges Profil, darüber hinaus eine einfache Abflachung. Wir verwenden nur hochwertige und langzeitstabile Materialien, die für Messglieder gut geeignet sind, wie CuSN 8, CrNi-Stähle, CuBe 2 oder Ni-Span-C. Die Rohrfedern werden abhängig von deren Material und Anzeigebereich mit den Federstutzen (an den sich das Anschlussgewinde im unteren Teil befindet) stoffschlüssig verbunden. Als technologische Verfahren kommen Weichlöten mit bleifreiem Lot, Hartlöten mit Silberlot und WiG-Schweißen zum Einsatz.

Zeigerwerke verwenden wir in unterschiedlichen Übersetzungsverhältnissen, je nach dem Federweg, den die Rohrfedern bezogen auf den Anzeigebereich haben. Es handelt sich um hochpräzise feinmechanische Bauteile, die eine Reihe von Anforderungen zu erfüllen haben. Sie müssen unter anderem robust, verschleiß- und reibungsarm sein, dazu auch lageunabhängig arbeitend können. Um dies zu gewährleisten verwenden wir in unserer Fertigung nur Zeigerwerke aus Kupferlegierungen oder CrNi-Stählen. Die Lagersitze der Segmentwellen und der Zeigerachsen bestehen aus Neusilber und/oder Messing oder aus CrNi-Stahl und sind in einer hervorragenden Oberflächengüte gefertigt. Dadurch wird eine seidenweicher Lauf des Zeigers gewährleitet, der Verschleiß reduziert und somit die Lebensdauer des Gerätes erhöht.

Gehäuse schützen alle Innenteile des Manometers vor mechanischer Einwirkung und Verschmutzung. Diese sind je nach Manometertyp aus Kunststoff, Stahl oder CrNi-Stahl gefertigt. An Druckmessstellen mit Vibrationen in der Anlage oder größeren Pulsationen durch das Messmedium, sollte das Gehäuse mit Flüssigkeit gefüllt werden. Dadurch wird ein Aufschwingen der Rohrfeder verhindert, die Anzeige des Zeigers stabilisiert und das Zeigerwerk vor Verschleiß geschützt. Als Füllflüssigkeiten kommen bei Rohrfeder-Manometer ohne elektrische Kontakteinrichtungen und bei Umgebungstemperaturen von -20° C bis +80 °C Glyzerin zum Einsatz. Bei Manometer mit elektrischen Kontakteinrichtungen sowie bei niedrigeren und höheren Messstoff- oder Umgebungstemperaturen Silikonöl.

3. Anwendung
Rohrfeder-Manometer sind die am häufigsten verwendeten Druckmessgeräte. Sie sind sehr langzeitstabil, kostengünstig und einfach zu handhaben. Sie sind geeignet für alle gasförmigen und dünnflüssigen Druckmedien, die das Material vom Druckmesssystem nicht angreifen und nicht kristallisieren oder hochviskos sind. Sie können mit elektrischen Kontakteinrichtungen versehen werden. Der Anwendungsbereich kann durch den Anbau von Druckmittler erweitert werden. Somit kann auch der Druck von hochviskosen, sehr aggressiven und heißeren Medien gemessen werden.

Anzeigebereiche:-1…0 und 0…0,6 bis 0…2.500 – 4000 bar, je nach Ausführung und Nenngröße
Nenngrößen:40; 50; 63; 80; 100; 160; 250 Genauigkeitsklassen:1; 1,6; 2,5; 4 5. Einsatzbereiche Pneumatik Hydraulik Maschinen- und Anlagenbau Energieversorgung Pumpenanlagen Kompressoren Chemische und petrochemische Industrie Lebensmittelindustrie Wasseraufbereitung

4.Grenzen der Anwendung
Rohrfeder-Manometer sind nicht geeignet für Druckmedien, die das Material vom Druckmesssystem angreifen und kristallisieren oder hochviskos sind.Ohne eine Flüssigkeitsdämpfung im Gehäuse sind sie sehr empfindlich gegenüber Vibrationen und dynamischen Belastungen. Ein Prozessanschluss mit einem Flansch ist technisch nicht sinnvoll realisierbar.Sie sind nur in einem sehr begrenzten Maße überdrucksicher. Messbereiche unter 0,6 bar sind nicht möglich.

5. Einsatzbereiche
Pneumatik
Hydraulik
Maschinen- und Anlagenbau
Energieversorgung Pumpenanlagen
Kompressoren Chemische und petrochemische
Industrie
Lebensmittelindustrie
Wasseraufbereitung

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